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    n8n vs. Make vs. Zapier: Was passt zum Mittelstand?

    n8n, Make und Zapier sind die bekanntesten Plattformen, um Abläufe zwischen Programmen zu automatisieren. Alle drei funktionieren gut, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte. Hier ist ein neutraler Vergleich aus Sicht eines mittelständischen Unternehmens. Transparenzhinweis: Wir bauen unsere Assistenten mit n8n.

    von Marino Fürstnow · Aktualisiert am 22.10.2026 · 11 Min. Lesezeit

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    Die drei Plattformen im Überblick

    Zapier ist der Klassiker: sehr einfach zu bedienen, mit einer riesigen Auswahl an Verbindungen zu anderen Programmen. Ideal für einfache Abläufe nach dem Muster "wenn das passiert, mach jenes". Zapier läuft ausschließlich als Cloud-Dienst.

    Make, früher Integromat, bietet einen visuellen Editor, in dem sich auch verzweigte Abläufe gut darstellen lassen. Make ist flexibler als Zapier bei komplexeren Szenarien und läuft ebenfalls als Cloud-Dienst, mit der Möglichkeit, Daten in einem EU-Rechenzentrum verarbeiten zu lassen.

    n8n stammt aus Berlin und kann sowohl in der Cloud als auch auf einem eigenen Server betrieben werden. Es richtet sich an Nutzer, die mehr Kontrolle wollen, und erlaubt neben fertigen Bausteinen auch eigenen Code.

    Vergleichstabelle

    Preise und Tarife ändern sich regelmäßig, deshalb verzichten wir bewusst auf konkrete Zahlen. Prüfe die aktuellen Konditionen direkt beim Anbieter.

    Kriteriumn8nMakeZapier
    EinstiegMittel, technisches Grundverständnis hilftMittel, visueller EditorSehr einfach
    Komplexe AbläufeSehr gut, inkl. eigenem CodeGut, verzweigte SzenarienEher für einfache Abläufe
    HostingCloud oder eigener ServerCloud (EU-Region möglich)Nur Cloud
    DatenkontrolleVolle Kontrolle bei Self-HostingBeim AnbieterBeim Anbieter
    Anzahl IntegrationenGroß, plus offene SchnittstellenGroßSehr groß
    KI-FunktionenUmfangreich, eigene KI-BausteineVorhandenVorhanden
    KostenmodellSelf-Hosting: nur Serverkosten (Lizenz beachten); Cloud: AboAbo nach VerbrauchAbo nach Verbrauch

    Datenschutz: der entscheidende Unterschied für viele Betriebe

    Für viele Unternehmen im Mittelstand ist die Frage, wo Kundendaten, Rechnungen oder Personaldaten verarbeitet werden, wichtiger als jede Funktion. Bei Zapier und Make liegen die Daten beim jeweiligen Anbieter, du brauchst einen Auftragsverarbeitungsvertrag und solltest prüfen, wo die Daten verarbeitet werden.

    n8n lässt sich auf einem Server in Deutschland betreiben, den du selbst kontrollierst. Damit bleibt die Verarbeitung in deiner Hand. Das bedeutet aber auch Verantwortung: Updates, Sicherungen und Zugriffsrechte müssen geregelt sein.

    Kostenmodell verstehen

    Zapier und Make rechnen nach Verbrauch ab, also nach der Zahl der ausgeführten Schritte oder Vorgänge. Bei vielen kleinen Abläufen ist das günstig, bei hohem Volumen können die Kosten deutlich steigen.

    Bei n8n im Self-Hosting zahlst du vor allem für den Server und den Betrieb. Beachte die Lizenzbedingungen von n8n, die für die interne Nutzung im eigenen Unternehmen gedacht sind. Bei hohem Volumen kann Self-Hosting kalkulierbarer sein, dafür kommt Aufwand für Pflege hinzu.

    Entscheidungshilfe

    01

    Zapier wählen, wenn …

    du schnell ein paar einfache Abläufe zwischen gängigen Cloud-Programmen verbinden willst und keine sensiblen Daten im Spiel sind.

    02

    Make wählen, wenn …

    deine Abläufe verzweigter sind, du visuell arbeiten willst und eine Cloud-Lösung mit EU-Region für dich passt.

    03

    n8n wählen, wenn …

    du Kontrolle über deine Daten willst, komplexe Abläufe mit KI planst oder viele Vorgänge automatisierst.

    Drei typische Szenarien und welche Plattform passt

    01

    Kleines Team, wenige einfache Abläufe

    Du willst zwei oder drei Standard-Tools verbinden, zum Beispiel Formular, Tabelle und E-Mail. Hier sind Zapier oder Make oft am schnellsten eingerichtet, weil sie viele fertige Verbindungen mitbringen und kaum Technik erfordern.

    02

    Sensible Kundendaten und Wunsch nach Kontrolle

    Du verarbeitest personenbezogene Daten und willst genau wissen, wo sie liegen. Dann spricht viel für n8n, weil du es auf einem eigenen Server in Deutschland betreiben kannst.

    03

    Viele Abläufe mit Logik und KI

    Deine Workflows haben Verzweigungen, Ausnahmen, KI-Schritte und laufen sehr häufig. Hier spielt n8n seine Stärken aus, weil komplexe Logik gut abbildbar ist und die Kosten bei hohem Volumen planbarer bleiben.

    Wechsel zwischen den Plattformen

    Viele Betriebe starten mit Zapier oder Make und stellen später fest, dass die Kosten mit dem Volumen steigen oder Datenschutzanforderungen strenger werden. Ein Wechsel zu n8n ist möglich, aber kein Knopfdruck: Workflows müssen neu gebaut werden, weil es keinen direkten Import zwischen den Plattformen gibt.

    Der Aufwand hält sich in Grenzen, wenn die Abläufe dokumentiert sind. Dann ist klar, welche Schritte, Regeln und Ausnahmen übernommen werden müssen. Ohne Dokumentation wird der Wechsel zur Suche nach dem, was der alte Workflow eigentlich alles gemacht hat.

    Faktoren, die oft unterschätzt werden

    Diese Punkte entscheiden im Alltag oft mehr über den Erfolg als die Anzahl der verfügbaren Integrationen.

    • Wartung: Wer kümmert sich um Updates, Fehlermeldungen und geänderte Schnittstellen?
    • Fehlerbehandlung: Was passiert, wenn ein Schritt scheitert, und wer bekommt Bescheid?
    • Rechte und Zugänge: Wer darf Workflows ändern, und wo liegen Passwörter und API-Schlüssel?
    • Abhängigkeit: Kannst du deine Workflows mitnehmen, wenn du den Anbieter wechselst?
    • Lernkurve: Wie schnell kann sich jemand im Team einarbeiten, wenn die ursprüngliche Person nicht mehr da ist?

    Unsere Erfahrung aus der Praxis

    Wir setzen für unsere Assistenten n8n ein, weil wir damit KI, E-Mail, Excel, CRM und ERP flexibel verbinden und den Betrieb auf Wunsch in Deutschland halten können. Wenn du selbst einsteigen willst, hilft dir unser kostenloser n8n Spickzettel mit den 20 wichtigsten Nodes.

    Ein Ablauf, drei Plattformen

    Nehmen wir einen typischen Ablauf: Eine Anfrage kommt über das Website-Formular, wird per KI eingeordnet, landet in einer Tabelle und löst einen Antwortentwurf aus. In Zapier ist das mit wenigen Klicks gebaut, die Kosten richten sich nach der Zahl der ausgeführten Schritte. In Make sieht man den Ablauf als übersichtliches Diagramm, Verzweigungen sind gut darstellbar.

    In n8n ist der Aufbau ähnlich visuell, zusätzlich lassen sich eigene Datenaufbereitung, Fehlerpfade und KI-Schritte sehr fein steuern. Läuft n8n auf einem eigenen Server, verlassen die Anfragedaten die eigene Umgebung nur für die Schritte, die du bewusst freigibst.

    Fazit

    Es gibt keine Plattform, die für jeden Betrieb die beste ist. Zapier punktet mit Einfachheit, Make mit visueller Übersicht und gutem Preis-Leistungs-Verhältnis bei mittlerem Volumen, n8n mit Kontrolle, Flexibilität und der Möglichkeit zum Self-Hosting. Für mittelständische Betriebe mit sensiblen Daten und wachsenden Anforderungen ist n8n aus unserer Sicht häufig die zukunftssicherere Wahl. Wenn du unsicher bist, besprechen wir das gern gemeinsam anhand deines konkreten Prozesses.

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